
NFB Cheftage 2026 in Berlin
Zwei Tage voller Sonne, Austausch und Inspiration – mit einer Schlüsselfrage: Ist künstliche Intelligenz im Betrieb bereits angekommen?
22 Unternehmer und Führungskräfte trafen sich zum Jahresauftakt 2021 per Videokonferenz – mit einem Glas Wein und vielen Fragen zu Lockdown, Kurzarbeit und Ausbildung.

22 Unternehmer und Führungskräfte konnte der NFB-Vorsitzende Rainer Stromberg zum Jahresauftakt bei einer Videokonferenz mit einem Glas Wein begrüßen. Nach einem für alle Mitglieder ereignisreichen Jahr 2020 mit beinahe täglich neuen Herausforderungen im Umgang mit der Pandemie ging es vor allem um den Dialog: Welche Weichen müssen und dürfen für 2021 gestellt werden?
Zunächst begrüßte unser geschäftsführendes Vorstandsmitglied Michael Brendel die neuen Mitglieder Volker König, CEO der MEGA in Hamburg, und Frank Mostler, Geschäftsführer der CMS Handelsgruppe. Bei einem Glas Rotwein aus der Pfalz, das Neumitglied MEGA als kulinarischer Gastgeber zuvor an die Mitglieder versendet hatte, berichtete Michael Brendel über die Aktivitäten des NFB im Jahr 2020 und die kommenden Herausforderungen – etwa die anstehenden Neuwahlen des Vorstandes, zu deren Mitarbeit der Vorsitzende herzlich einlud.
Unser Mitglied Thomas Rath, im Ehrenamt Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg, berichtete von Gesprächen auf politischer Ebene, die einen erneuten harten Lockdown nicht mehr ausschließen. In einem solchen Fall sei der Maler kein systemrelevanter Beruf; jede Führungskraft müsse für Zahlungsfähigkeit und Kurzarbeit vorsorgen. Schnell waren sich alle einig: Kurzarbeit ist kurzfristig ein geeignetes Instrument gegen Massenentlassungen. In einer Branche mit erheblichem Facharbeitermangel und Nachwuchssorgen führt sie mittelfristig aber zu Existenzängsten und Demotivation – mit spürbarem Einfluss auf die Produktivität.
Das konnte der Geschäftsführer unseres Fördermitglieds Caparol für die Hygieneaufwendungen in den Werken nur bestätigen: Die Gesundheit aller stehe an erster Stelle, doch die zusätzlichen Aufwendungen bei gleichen Preisen schlagen sich in den Ergebnissen nieder und fehlen dann für Investitionen.
Aus den Berichten der Mitglieder fasste der Vorsitzende die Wünsche für 2021 zusammen: Das Handwerk braucht eine klare Perspektive, wann der Lockdown endet. Die Erholung der Wirtschaft hängt vom Tempo der Impfungen und vom Nachholbedarf bei Reisen, Feiern und Freizeit ab. Corona hat in der Digitalisierung und gerade in der Ausbildung erhebliche Defizite aufgezeigt, die es schnell aufzuholen gilt.
Mit digitalen Instrumenten und neuen Anforderungen an die Organisation der Arbeit gewinnt der Malerberuf neben den kreativen Techniken an Attraktivität. Die Hemmschwelle der älteren Generation, digital zu kommunizieren, ist deutlich gesunken, während die junge Generation die persönlichen Kontakte vermisst. Diese Erfahrungen wollen der NFB und seine Mitglieder 2021 nutzen, um jungen Menschen den Beruf und seine Entwicklungsmöglichkeiten näherzubringen.
Nach zweieinhalb Stunden intensiver Diskussion war das Fazit eindeutig: Es geht auch digital. In vier Wochen wird der Weinabend wiederholt.
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