NFB Cheftage 2026 in Berlin

Zwei Tage voller Sonne, Austausch und Inspiration – mit einer Schlüsselfrage: Ist künstliche Intelligenz im Betrieb bereits angekommen?

Gruppenbild der Teilnehmenden auf einer Dachterrasse vor einer historischen Kuppel

Ein Auftakt bei Kaiserwetter

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein – besser hätte das Wetter für die NFB Cheftage 2026 in Berlin nicht sein können. Schon die kleine Demonstration mit rund 70 Teilnehmenden, die sich vom Waldorf Astoria am Kurfürstendamm aus in Bewegung setzte, war ein erster Hingucker. Ihr Ziel: das stilvolle Cassambalis, der perfekte Ort für den Welcome-Abend, der zwei abwechslungsreiche Tage voller Impulse, Begegnungen und Erlebnisse eröffnete.

Am nächsten Morgen startete das Programm mit einer Schlüsselfrage: Ist künstliche Intelligenz im Betrieb bereits angekommen? Dominik Walter machte unmissverständlich klar: KI darf kein Zufallsprodukt einzelner Enthusiasten sein, sondern muss als integraler Bestandteil von Prozessen und Strukturen verankert werden. Anhand praktischer Beispiele zeigte er, wie Unternehmen künstliche Intelligenz sinnvoll und handlungsorientiert einsetzen können.

Spannende Perspektiven brachte Ralf Spann, CEO von Akelius, mit. Er gewährte Einblicke in internationale Märkte und zeigte, wie sich der Wohnungsmarkt weltweit verändert hat. Das Fazit: Auch das Handwerk muss sich anpassen. Die Zeiten des „Hübschmachens“ sind vorbei – saniert wird nur noch das Notwendigste. Einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema enthält die aktuelle Ausgabe der NFB Impulse.

Nach der Mitgliederversammlung, bei der wir gleich mehrere neue Mitglieder begrüßen durften, widmeten wir uns einem Thema, das Herz und Hand gleichermaßen berührt.

„Handwerk mit Tradition – und trotzdem kein Muff, geht das?“

Wer, wenn nicht Stefan Fittkau, könnte diese Frage besser beantworten? Mit seiner charmanten, berlinerisch-humorvollen Art führte er spontan, witzig und zugleich tiefgründig in das Thema ein. Unterstützung bekam er von Andreas Hoferick, dem bekannten Berliner Steinbildhauer: Als „Warm-up“ zeigte er, wie die kunstvoll gearbeitete Kuppellaterne des Berliner Stadtschlosses und die große Wappenkartusche über dem Hauptportal entstanden – Millimeterarbeit, Leidenschaft und jahrzehntelange Erfahrung, verschmolzen zu einem Stück lebendiger Geschichte aus Stein und Metall.

Im Anschluss ging es mit dem Bus weiter zum Humboldt Forum, wo uns Stefan Fittkau erneut in seinen Bann zog – diesmal als Stadtführer. Statt einer Aneinanderreihung von Zahlen, Daten und Fakten erlebten wir mit Witz, Wissen und Augenzwinkern eine Führung, die vielmehr ein Erlebnis war. Zwischen kulturhistorischen Anekdoten, persönlichen Erinnerungen und typisch Berliner Schmäh zeigte sich wieder einmal: Authentizität kann man nicht inszenieren – sie ist echt oder gar nicht.

Ich habe schon viele Stadtführungen in Berlin erlebt – gute und weniger gute. Doch Stefan Fittkau hat mit seiner authentischen und unnachahmlichen Art alles bisher Dagewesene getoppt.

Ein Teilnehmer per E-Mail nach den Cheftagen

Der Tag klang aus, wie er begonnen hatte – mit positiver Energie und großartiger Stimmung, diesmal von ganz oben: Vom Fernsehturm aus sahen wir die Sonne langsam hinter dem Horizont versinken.

Am Freitagmorgen sprach Dr. Henning Kooths über die wirtschaftliche Lage – viel zu kurz, wie viele fanden. Seine Botschaft blieb dennoch eindringlich: Erfolg und Misserfolg, Aufschwung und Abschwung liegen nahe beieinander. Das Thema Generationenwechsel griff Sonja Korubka auf – ein willkommener Rückblick und zugleich eine Auffrischung vertrauter, aber aktueller Erkenntnisse.

Besonderen Eindruck hinterließen Nicole und Lothar Leder, beide erfolgreiche Triathleten. Mit großer Leidenschaft erzählten sie, wie Rückschläge zur Motivation werden, wie man den Fokus behält, wenn die Kräfte schwinden – und wie sich diese Prinzipien im Berufsalltag umsetzen lassen.

Die Auswertung der Bewertungsbögen zeigte ein eindeutiges Bild: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren rundum zufrieden. Besonders gelobt wurde der gelungene Mix aus spannenden Vorträgen und gemeinsamen Erlebnissen.

Der NFB ist mehr als ein Netzwerk – er ist eine große Familie, generationenübergreifend und lebendig.

Wir können stolz auf uns sein.

Ein Teilnehmer auf dem Bewertungsbogen

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